FAMILIE ODER BERUF? FALSCHE FRAGE.

Frauen reduzieren oft ihre Erwerbstätigkeit, wenn sie Kinder bekommen. Mutterschaft wird damit zum wirtschaftlichen Risiko. Viele Frauen verringern ihre Erwerbstätigkeit erneut, sobald Angehörige pflegebedürftig werden. Dadurch sinken Einkommen und Renten. Frauen sind noch immer einer massiven Lohn- und Rentendiskriminierung ausgesetzt: Sie erhalten im Durchschnitt 40% weniger Rente als Männer. Dies, obwohl die Gleichstellung seit 1981 in der Verfassung festgeschrieben ist. Das ist unhaltbar.

Wir brauchen mehr und günstigere familienexterne Kinderbetreuung sowie gute, öffentlich finanzierte Pflege für ältere Menschen. Die Lohngleichheit muss endlich wirksam durchgesetzt werden, Missachtung ist zu bestrafen. Doch statt zu handeln, verhindert die bürgerliche Mehrheit griffige Massnahmen. Damit zementiert sie tagtäglich die Hürden für eine gleichberechtigte Teilhabe der Frauen am Berufsleben.

Unsere Forderungen für eine Schweiz des Miteinanders

Kostengünstige Kinderkrippen
statt Steuergeschenke

In der Schweiz müssen Eltern zwei bis vier Mal mehr für die Kinderbetreuung ausgeben als in den Nachbarländern. Das trifft besonders Familien mit wenig Geld. Doch statt diese Familien zu unterstützen, erhöht die rechte Mehrheit bloss die Steuerabzüge für Betreuungskosten. Das kommt den begüterten Familien zugute. Gleichzeitig lehnen die Bürgerlichen die Forderungen der SP nach günstigen Kinderkrippen ab. Dabei sind Kinderkrippen ein zentrales Element der Frühförderung und der vorschulischen Bildung. Die öffentliche Hand muss sie fördern.

Bei den Kindern
statt im WK

Väter erhalten bei Geburt eines Kindes heute gleich viel Urlaub wie für einen Umzug – einen Tag. Die rechte Mehrheit sieht aber keinen Handlungsbedarf. Das sei zu teuer für die Wirtschaft. Nicht zu teuer sind der Wirtschaft jedoch die Wiederholungskurse des Militärs, zu denen die Männer Jahr für Jahr eingezogen werden. Das finden wir falsch. Wir fordern deshalb eine Elternzeit für Mütter und Väter von 38 Wochen, die zu gleichen Teilen zwischen den Eltern aufgeteilt werden kann.

Schutz vor häuslicher Gewalt
statt Sturmgewehr im Schrank

Alle drei Wochen stirbt in der Schweiz eine Frau durch Gewalt ihres (Ex-) Partners. 40% der Tötungsdelikte und die Hälfte der Vergewaltigungen geschehen in den eigenen vier Wänden. Seit Jahren fordern wir vom Bund eine nationale Strategie zum Schutz vor häuslicher Gewalt und eine bessere Unterstützung der Frauenhäuser. Das von bürgerlichen Männern dominierte Parlament lehnt alle unsere Forderungen ab und verschliesst die Augen vor den Fakten. Dieser verantwortungslosen Politik wollen wir am 20. Oktober ein Ende setzen.

Wir wollen am 20. Oktober die Macht des Stärkeren brechen und neue Mehrheiten schaffen. Die letzten vier Jahre waren politisch für die Katz. Damit dies breit bekannt wird, und wir gemeinsam etwas ändern können, brauchen wir Ihre Unterstützung.