CHANCENLOS AM ARBEITSMARKT?

Immer mehr Menschen über 50 haben Mühe, eine Stelle zu finden. Die Digitalisierung verschärft diese Entwicklung. Gleichzeitig bekunden viele Jugendliche Schwierigkeiten mit dem Berufseinstieg. Viele Geflüchtete möchten arbeiten. Anstatt die Betroffenen zu unterstützen, lehnt die rechte Mehrheit wirksame Massnahmen für Arbeit und Ausbildung ab. Sogar eine Erhöhung des Rentenalters steht im Raum.

Wir wollen die Macht des Stärkeren brechen. Denn diese Politik überlässt die Arbeitnehmenden ihrem Schicksal, wenn sie als zu alt gelten oder keine entsprechende Ausbildung vorweisen können. Der rasche technologische Wandel verschärft die Situation.

Unsere Forderungen für eine Schweiz des Miteinanders

Weiterbildungsoffensive
statt Kündigungswelle

Zehntausende Menschen in der Schweiz möchten arbeiten, können aber nicht. Weil sie angeblich zu alt sind, weil sie als Frauen nach einer Familienpause den Wiedereinstieg nicht schaffen oder weil sie für den Arbeitsmarkt nicht qualifiziert genug sind. Wir fordern, dass der Bund sich an der Finanzierung von Modellen beteiligt, die eine Weiterbildung für Erwachsene „on the job“ erlauben. Die SP wollte mit einem Bildungsfonds auf die rasant gestiegenen Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt reagieren, doch die rechte Mehrheit im Parlament lehnte unsere Forderungen ab. Stattdessen schnürt sie Abbaupakete bei der Bildung und lässt damit die Betroffenen im Regen stehen.

Besserer Kündigungsschutz
statt Rentenalter 67

Es ist skandalös, dass immer wieder Arbeitnehmende über 50 wegen ihres Alters auf die Strasse gestellt werden. Diskriminierung aufgrund des Alters muss verboten werden. Unsere Vorstösse zu mehr Job-Sicherheit im Alter wurden von der rechten Mehrheit im Parlament jedoch abgelehnt. Stattdessen droht mit den jetzigen Mehrheitsverhältnissen das Rentenalter 67. Diese asoziale Politik der Macht des Stärkeren auf dem Buckel älterer Menschen gehört am 20. Oktober abgestraft.

Geflüchtete ausbilden
statt diskriminieren

Die Mehrheit der anerkannten Geflüchteten verfügt über eine Berufsausbildung oder praktische Berufserfahrung aus ihrem Herkunftsland. Wir fordern, dass die im Ausland erworbenen Fähigkeiten angerechnet und gefördert werden. Die Mittel des Bundes zur Integration sollen deutlich erhöht werden, damit Geflüchtete möglichst rasch selbst Geld verdienen. Es braucht eine Bildungsoffensive. Hürden müssen abgebaut werden, damit die Menschen im Arbeitsmarkt Fuss fassen können.

Kleine Erfolge konnten bereits erzielt werden. Doch solange die rechte Mehrheit Geflüchtete vor allem als «Problem» betrachtet, wird es keine bessere Integration geben.

Wir wollen am 20. Oktober die Macht des Stärkeren brechen und neue Mehrheiten schaffen. Die letzten vier Jahre waren politisch für die Katz. Damit dies breit bekannt wird, und wir gemeinsam etwas ändern können, brauchen wir Ihre Unterstützung.